Chawwerusch-Theater

2026: „Der zerbrochene Krug“ auf der Moschellandsburg

Der Förderverein zur Unterhaltung der Moschellandsburg e.V. lädt auch im Jahr seines 25. Jubiläums wieder zu einer Theateraufführung in den Burghof der Moschellandsburg ein.

Präsentiert wird in Zusammenarbeit mit dem Chawwerusch-Theater aus Herxheim der Kleist-Klassiker „Der zerbrochne KRUG“. Dabei wird die Komödie für Drei in einer zeitgemäßen, puren Version inszeniert. Drei Schauspieler*innen spielen die komische wie abgründige Geschichte vom schwärzesten Tag des Dorfrichters Adam. Morgens erwacht er mit Kopfschmerzen, seine Perücke ist nicht zu finden und dann muss er sich auch noch durch einen äußerst delikaten Gerichtsfall hangeln, immer unter der strengen Aufsicht der Gerichtsbarkeit aus der Stadt, die gekommen ist, um ihm auf den Zahn zu fühlen. Auch für Witwe Marthe ist das kein guter Tag. Bis gestern war ihre kleine Welt noch in Ordnung: Sie lebte mit ihrer bereits verlobten Tochter im eigenen Haus, und ihr Familienerbstück, der Krug, stand unversehrt auf der Fensterbank. Doch plötzlich ist alles aus dem Lot geraten: Ihre Tochter Eve wurde am späten Abend mit ihrem Verlobten Ruprecht im Garten gesehen. Kurz darauf war der Krug zerbrochen – Grund genug für Marthe, vor Gericht zu ziehen. Der alte Dorfrichter Adam soll alles wiederherstellen: Den rechten Sachverhalt, Genugtuung für den entstandenen Schaden – und nicht zuletzt die Ehre von Tochter Eve. Es ist eine scheinbar heile Welt, die hier aus den Fugen gerät: Im abgelegenen Dorf galten bislang die überlieferten Regeln der Dorfgerichtsbarkeit. Die immer gleichen alten Rituale und Gepflogenheiten vermittelten Halt und Sicherheit. Doch mit dem seltsamen Verhalten von Dorfrichter Adam, seinem ständigen Vor und Zurück und seinen Versuchen den wahren Sachverhalt im Dunkeln zu belassen, liegt am Ende nicht nur der Krug, sondern auch das Vertrauen in die Gerichtsbarkeit in Scherben. Und doch bleibt „Der zerbrochne Krug“ eine Komödie, weil die feingebaute Geschichte und der Kleist‘sche Sprachwitz fortwährend für urkomische Situationen sorgen: Immer tiefer verstrickt sich Richter Adam in seine eigenen Ausflüchte und Lügenkonstrukte. Von Mal zu Mal rechnet das Publikum mit seiner Entlarvung. Doch immer wieder aufs Neue windet er sich mit Autorität und Spitzfindigkeit aus der Schlinge. Bis er am Ende nur noch einen Ausweg sieht und zum letzten Strohhalm greift: „Ich beantrage hiermit, dass das Gericht befugt ist, anzunehmen, dass der Teufel den Krug zerbrochen hat.“

Die Aufführung findet am Freitag, den 04.09.2026 ab 20.00h im Burghof der Moschellandsburg statt. Karten sind beim Modehaus Wolf in Obermoschel erhältlich oder unter 06362/5681 beim Förderverein direkt.

2025: Chawwerusch-Theater kommt nach Obermoschel

Wir sind überaus glücklich das bekannte Ensembles „Chawwerusch“ aus Herxheim auf unserer Burg begrüßen zu dürfen.

Wann: Sa. 06. September 2025 um 19.00h

Wo: Moschellandsburg Obermoschel (bei schlchtem Wetter in der Turnhalle der Grundschule Obermoschel)

Der Eintrittspreis für eine Karte beträgt im Vorverkauf 22,- € und wenn Sie Karten erwerben möchten, dann bestehen dazu folgende Möglichkeiten:

a.) Sie können den Betrag für eine oder mehrere Karten an folgendes Konto überweisen Burgverein Obermoschel DE81 5405 1990 0007 0111 74 SK Donnersberg

b.) Ebenso besteht die Möglichkeit einer PayPal-Überweisung an hajuruppert@gmx.de

Wichtig: Geben Sie in beiden Fällen als Verwendungszweck ihren Namen und das Stichwort „Theater“ an. Die Karten werden dann für Sie an der Abendkasse hinterlegt.

c.) Sollten Sie aus der Nähe von Obermoschel kommen, können Sie Karten an der nachfolgend genannten Adresse direkt kaufen. Bitte rufen Sie vorher an, um einen Abholtermin zu vereinbaren.

Hans Ruppert, (1. Vorsitzender) Landsbergstr. 8 67823 Obermoschel Tel.: 06362/5681 e-mail: hajuruppert@gmx.de

Was: Das Chawwerusch-Theater führt in Erinnerung 500 Jahre Bauernkriege in Deutschland das Stück „Rausch der Freiheit – Bauernkrieg“ auf.

Worum es geht:

500 Jahre Bauernkrieg von Jean-Michel Räber, zum Kultursommer 2025 “Forever Young?”

Freiheit! Unter diesem Banner ziehen Bürger*innen, Bauern und Geknechtete durchs Land. Sie marschieren endlich gegen ihre Unterdrücker, gegen Adel und Kirche. Im Jahr 1525 scheint eine andere Welt greifbar. Vom Elsass über Schwaben bis nach Franken und Thüringen schlossen sie sich zusammen, um in ihren 12 Artikeln eine Verringerung der Abgaben und eine Verbesserung ihrer Rechte zu fordern. In der Pfalz formierte sich der „Nußdorfer Haufen“. Burgen und Klöster wurden belagert, Siege errungen, die Hoffnung und der Gedanke der Fryheit wuchs. Der große Reformer Martin Luther wandte sich von ihnen ab und am Ende fielen die Held*innen. Erzählt wird u.a. die Geschichte des Bauern Jakob, der sich, von seinem Lehnherrn betrogen, der Bundschuhbewegung anschließt und nach und nach radikalisiert. Das Publikum wird hineingesogen in die Zeit der ersten Aufstände, erlebt die Gründung des Nußdorfer Haufens und erfährt von der letzten Schlacht des Pfälzer Bauernkrieges in Pfeddersheim.  Fryheit, dieser Gedanke war jetzt unwiederbringlich in der Welt. Immer und immer wieder würden Menschen für die Freiheit auf die Straße gehen, würden für die Freiheit Barrikaden bauen. Sie würden siegen, scheitern, weiterkämpfen. Jede Generation muss sie neu erkämpfen. Fryheit, eine Idee, die ewig jung bleibt. Im 500. Jubiläumsjahr der Bauernkriege sucht das Chawwerusch Theater in seinem neuen Freilichtstück danach, was dieser erste große deutsche Volksaufstand heute noch bedeutet. Es stellt die Frage, wann Revolution gerechtfertigt ist. Und was zusammen kommen muss, damit der Ruf nach Freiheit und nach Rechten unüberhörbar wird. Wie kann ein Funke an einem Tag kraftlos verglühen und an einem anderen ein Feuer der Veränderung entfachen? Ein Stück über den Traum von Veränderung – und den Preis, den Revolutionen fordern.